Online-Lexikon Telekommunikation
Freisprecheinrichtung
Freisprecheinrichtung sind Vorrichtungen, mit denen sich freihändig tele-fonieren lässt: der Telefonhörer muss nicht an den Kopf gehalten werden. Bei Festnetztelefonen ist die Freisprecheinrichtung schon lange sehrver-breitet. Im Wesentlichen handelt es sich um ein zusätzlich eingebautes Mikrofon.
Beim Mobiltelefon ist zu unterscheiden zwischen
- fest im Auto installierten Freisprechanlagen
- Freisprech-Kopfhörers (Head-Set).
Die fest installierte Freisprechanlage mit Radiostummschaltung und externen Bedienknöpfen ist notwendig, um überhaupt im Fahrbetrieb telefonieren zu dürfen. Ohne diese darf das Handy nicht benutzt werden, sobald der Motor eingeschaltet ist - strafbar ist bereits der Druck auf eine Taste.
Ein Head-Set ist dagegen nur für Fußgänger geeignet, die beim Telefonieren die Hände frei haben möchten. Seine Benutzung erfüllt seit Herbst 2003 nicht mehr die gesetzlichen Auflagen zum Telefonieren mit dem Handy im Auto. Auch eine kabellose so genannte Bluetooth-Verbindung vom Kopfhörer zum Handy schützt nicht vor Strafe. Ausnahme: Legal ist die Kopfhörerlösung, wenn die automatische Rufannahme eingeschaltet ist.
Das Handy-Verbot am Steuer dient ausschließlich der Verkehrssicherheit, nicht etwa einem vorbeugenden Gesundheitsschutz. Viele Menschen wollen sich mit Hilfe einer Freisprecheinrichtung aber auch vor dem elektro-magnetischen Feld des Handys schützen. Das wird durch eine Freisprechanlage tatsächlich reduziert, weil eine Außenantenne die Wellen gar nicht erst im Auto entstehen lässt.
Auch Head-Set reduzieren die Einwirkung des elektromagnetischen Feldes auf den Kopf um bis zu 90 Prozent. Das haben Tests ergeben. Wie so oft gibt es hier aber auch Gegenmeinungen: Die Zuleitungen zum Kopfhörer können wie eine Antenne funktionieren und so die Handystrahlung sogar noch verstärken, wollen Forscher der School of engineering an der Universität Warwick herausgefunden haben. Ingenieure dieser Hochschule haben deshalb eine Freisprecheinrichtung für Handys entwickelt, die das elektrische Signal des Mobiltelefons in ein optisches umwandelt und durch eine Kunststoffröhre zum Kopfhörer geschickt. Dort wird es wieder in eine hörbare Form gebracht (
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=149527).
Recherchehinweise zum Thema:
Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF), Hegelplatz 1, 10117 Berlin, Telefon (030)2091698-0, Telefax (030)2091698-11, E-Mail: info@izmf.de, Internet: www.izmf.de
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Referat Presse- und Öffentlich-keitsarbeit, Postfach 100149, 38201 Salzgitter, Telefon (05341)885-130, Fax: (05341)885-150, Internet:
http://www.bfs.de