www.initiative-tageszeitung.de

Online-Lexikon Telekommunikation



D-Netz

Der Begriff D-Netz wird landläufig als Oberbegriff für die beiden deutschen Netzbetreiber D1 (T-Mobile) und D2 (Vodafone) gebraucht. Es handelt sich jedoch um zwei Netze, beide basieren auf der gleichen digitalen Technik. Die Namensgebung durch den Buchstaben D ist die Fortsetzung der bisherigen Buchstabenbezeichnung für die Mobilfunknetze: Die D-Netze haben das analoge Index-SchlagwortC-Netz abgelöst.

Die Entwicklung der D-Netz-Technik ist zurückzuführen auf die Europäischen Post und Fernmeldverwaltungen, die ein europäisches Funktelefonsystem schaffen wollten. Mit besonderem Nachdruck haben die Fernmeldeverwaltungen Frankreichs und Deutschlands die Entwicklung voran getrieben. 1982 wurde eine Arbeitsgruppe, die „Groupe Speciale Mobile“ ( GSM - aher auch der Begriff GSM-Technik) gegründet, die die Grundlage der heutigen D-Netze legte. 1991 wurden erste Testnetze eingerichtet.

Im Sommer 1992 fiel der Startschuss für den regulären Betrieb der D-Netze. Auf Basis des bald weltweit anerkannten digitalen àGSM-Standards (Global System for Mobile Communications) konnten die Kunden mit Mobilfunkteilnehmern in 150 Ländern kommunizieren – per Sprachverbindung und den Versand kleiner Textbotschaften (Index-SchlagwortSMS). Bald kamen Fax oder Notebook-PC-Anbindungen und sogar die mobile Internetnutzung mit allerdings niedriger Übertragungsrate hinzu.

Die D-Netze waren wie das C-Netz zellular aufgebaut, nutzten aber bereits für die Übermittlung von Sprache ein digitales Übertragungsverfahren. Deshalb spricht man auch von der zweiten Mobilfunkgeneration. Gegenüber dem C-Netz waren neben der weitaus höheren Teilnehmer-Kapazität die wichtigsten Fortschritte:
1. Eine sehr gute Sprachqualität durch die digitale Technik (Index-SchlagwortHandover gabs auch schon beim C-Netz).
2. Erstmals das mobile Telefonieren mit dem eigenen Telefon auch im Ausland, ebenso ist der Kunde unter seiner eigenen Mobilnummer auch im (zunächst europäischen) Ausland erreichbar. (Index-SchlagwortRoaming). Es funktioniert auch dann, wenn kein Gespräch geführt wird und keine Datenverbindung besteht.
3. die Telefongeräte wurden klein und leicht („Handy“) und wegen der bald großen Stückzahlen auch sehr kostengünstig.

Technische Merkmale

Übertragungsverfahren: TDMA (Time Division Multiple Access)
Frequenzbereich (Oberband): 935 ... 960 MHz
Frequenzbereich (Unterband): 890 ... 915 MHz
Kanalabstand: 250 kHz
Kanäle pro Cluster: 100 (durch Zeitmultiplex sind auf jedem Kanal 8 Ver-bindungen/Gespräche möglich)
Die E-Netze basieren auf der gleichen GSM-Technik, nutzen aber ein anderes Frequenzband (1800 MHz)

Recherchehinweise zum Thema:

Forschungsgemeinschaft Funk, Rathausgasse 11a, 53111 Bonn, Telefon (0228) 72622-0, Fax (0228)72622-11, E-Mail: info@fgf.de, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.fgf.de

Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF), Hegelplatz 1, 10117 Berlin, Telefon 030 / 209 1698 – 0, Fax 030 / 209 1698 – 11, Hotline: + 49 (0) 800 / 330 31 33, E-Mail: info@izmf.de, Internet: www.izmf.de (Hier gibt es u.a. einen vorzüglichen Überblick über die Geschichte des Mobilfunks: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.izmf.de/html/de/705.html)

E-Plus Mobilfunk GmbH, E-Plus Platz 1, 40476 Düsseldorf , Telefon 0211-448-0, Hotline: 01802-2177177, Fax 0211-448-2222 , Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.eplus.de/