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Online-Lexikon Telekommunikation



Gepulstes Signal

Siehe auch:

Index-SchlagwortBelastung durch Sendeanlagen Index-SchlagwortBundesamt für Strahlenschutz Index-SchlagwortElektromagnetische Wellen Index-SchlagwortElektrosensibilität Index-SchlagwortElektrosmog Index-SchlagwortGesundheit Index-SchlagwortGrenzwerte Index-SchlagwortICNIRP Index-SchlagwortRisikobewertung Index-SchlagwortSignal Index-SchlagwortStrahlenschutzkommission Index-SchlagwortZelle

Damit in einer Funkzelle möglichst viele Teilnehmer gleichzeitig telefonieren können, wird nicht nur auf unterschiedlichen Frequenzen gesendet und empfangen. Jede verfügbare Frequenz wird auch noch von mehreren Mobiltelefonen gleichzeitig benützt. Das wird möglich durch einen technischen Trick: Die Sprachinformationen lassen sich nämlich für den Transport in handliche Päckchen digitaler Informationen zusammenpressen. Dann können auf einer GSM-Frequenz bis zu acht Handys zeitversetzt senden und empfangen.

Jedes nutzt dabei nur seinen eigenen "Zeitschlitz". Dieses Verfahren heißt deshalb àZeitmultiplexverfahren oder auch auf englisch: TDMA (Time Division Multiple Access).

Die Trägerfrequenz wird nacheinander in 8 kurze Funksignale von jeweils 0,577 Millisekunden aufgeteilt. Handy A hat den ersten Zeitschlitz in dieser Abfolge zugeteilt bekommen. Es sendet 0,577 Millisekunden lang – dann hat es Sendepause – genau sieben Zeitschlitze lang bis zum nächsten Informationspaket. Denn jetzt ist erst einmal Handy B an der Reihe. Nach ihm kommt Handy C und so weiter. Erst nach 4,613 Millisekunden ist Handy A wieder an der Reihe.

Das Handy empfängt zwar alle Daten in allen Zeitschlitzen. Aber nur die Pakete, die zu der Verbindung gehören, werden entschlüsselt und zu einem Gespräch zusammengesetzt.

Das Handy sendet also nur in einem von maximal 8 möglichen Zeitschlitzen. Auf diese Weise ergibt sich ein pulsierendes Sendesignal, bei dem alle 4,613 Millisekunden ein Sendesignal ausgesandt wird. Oder anders ausgedrückt: Pro Sekunde strahlt das Handy 217 Funksignale (Pulse alle 4,6 ms entspricht 217 Hz) mit Information beladen ab. Die Fachleute sprechen hier von einem „niederfrequent gepulsten Hochfrequenzsignal“. Die Frequenz von 217 Hz ergibt genau den Ton, der aus den Lautsprechern von Radios und Fernsehern ertönt, wenn man ein Handy direkt davor hält.

Bei Sendestationen ist die Pulsung anders. Abhängig davon, wie viele Handys gerade tatsächlich die Frequenz nutzen, sendet die Basisstation in den unterschiedlichen Zeitschlitzen - und wegen der Leistungsregelung mit jeweils unterschiedlicher Stärke. Dadurch entsteht ein Signal mit sehr differenzierter Struktur, die sich zudem zeitlich dauernd ändert.

Dieser technische Trick funktioniert hervorragend und erhöht die Kapazität der Mobilfunknetze gewaltig. Gleichzeitig ruft diese Technik aber auch bei Mobilfunkgegnern vermehrte Skepsis hervor. Gepulste elektromagnetische Felder, vermuten sie, wirkten sich sehr viel stärker auf den menschlichen Organismus aus als nicht gepulste. Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es nicht.

Recherchehinweise zum Thema:

ICNIRP-Sekretariat c/o Dipl.-Ing. R. Matthes, Bundesamt für Strahlen-schutz, Institut für Strahlenhygiene Ingolstädter Landstraße 1, 85764 O-berschleißheim, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.icnirp.de
Strahlenschutzkommission c/o Geschäftsstelle im Bundesamt für Strah-lenschutz, Postfach 12 06 29, 53048 Bonn, Fax (0228)676459, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.ssk.de
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Referat Presse- und Öffentlich-keitsarbeit, Postfach 100149, 38201 Salzgitter, Telefon (05341)885-130, Fax: (05341)885-150, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.bfs.de
Forschungsgemeinschaft Funk, Rathausgasse 11a, 53111 Bonn, Tele-fon (0228) 72622-0, Fax (0228)72622-11, E-Mail: info@fgf.de, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.fgf.de
Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (FEMU) an der RWTH Aachen, Pauwelsstr. 20, D-52074 Aachen, Telefon (0241) 80 72 87, Fax (0241)8888636, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.femu.rwth-aachen.de, E-Mail: info@femu.rwth.aachen.de
Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF), Hegelplatz 1, 10117 Berlin, Telefon (030)2091698-0, Telefax (030)2091698-11, E-Mail: info@izmf.de, Internet: www.izmf.de
Arbeitskreis Elektro-Biologie e.V., Pognerstr. 5, 81379 München, Tele-fon 089 - 742 99 741, Internet: Externen Link in neuem Fenster öffnen!http://www.elektrobiologie.com/
Zentrum für Elektropathologie Prof. Dr. med. Eduard David, Universität Witten/Herdecke / Zentrum für Elektropathologie, Stockumer Str. 28, 58453 Witten, Telefon 023 02 /28251 - 31, Fax 02302 / 28251 - 35