Kommunikation erfordert immer zwei Kanäle – den Hinkanal und den Rückkanal. Mit den Begriffen Simplex (nur Senden oder Empfangen von Nachrichten wie beim Radio Oder TV), Halbduplex (abwechselnder, aber niemals gleichzeitiger Betrieb in beide Richtungen wie beim Amateurfunk) und Duplex bzw. Vollduplex (Übertragung der Informationen in beide Richtungen zu gleicher Zeit zu, z. B. Telefonie) bezeichnet die Kommunikationstechnologie die Richtungsabhängigkeit von Kommunikationskanälen.
Soll der Informationstransfers in beide Richtungen auf demselben Kommunikationskanal ablaufen, müssen die Informationen durch Duplex-Methoden zusammengeführt und getrennt werden. Beim analogen Telefonieren besorgt dies eine Gabelschaltung, in der digitalen Telefonie das Echokompensationsverfahren. Im Mobilfunk wird u. a. das Zeitduplex-Verfahren (engl. time division duplex, TDD) angewendet – insbesondere beim DECT-Standard, d.h. bei den kabellosen Telefonen im Wohnbereich. Sende- und Empfangskanal nutzen die gleiche Frequenz, sind aber zeitlich voneinander getrennt. Dies schafft man, indem die Informationen mit Hilfe eines festgelegten Zeitgebers in kurzen Sequenzen zeitversetzt übertragen werden. Zwischen Sende- und Empfangsmodus wird so schnell umgeschaltet, dass dem Nutzer die kurzzeitige Unterbrechung des Kanals gar nicht auffällt.
Wenn die Informationen für jede Richtung mit Hilfe einer anderen Trägerfrequenz übertragen werden, spricht man von (engl. frequency division duplex, FDD). Ein Gerät kann dann gleichzeitig senden und empfangen. Frequenzduplex wird im Mobilfunk z. B. bei
GSM und FDD-UMTS eingesetzt. Ein Nachteil des Verfahrens: Endgeräte (Mobiltelefone) sind frequenzgebunden, d.h. sie können nur mit einer Basisstation kommunizieren, deren Empfangsfrequenz der Sendefrequenz des Endgeräts entspricht und umgekehrt.
Siehe auch: Multiplexverfahren