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Online-Lexikon Telekommunikation



Identifikation

Mit dem Handy erreicht man immer nur genau denjenigen, den man auch erreichen will. Das ist einer der großen Vorteile des Mobilfunknetzes gegenüber einem reinen Funkbetrieb (CB-Funk / Amateurfunk). Niemand kann mithören. Das funktioniert nur, weil das Netz jederzeit die Position der einzelnen Mobiltelefone kennt. Und dazu muss jedes Mobiltelefon im Netz eindeutig identifizierbar sein.

Möglich wird dies durch eine ganze Reihe von Identifikatoren und große Datenbanken, in denen diese Identifikatoren zur Verwaltung gespeichert werden. Die zentrale Meldestelle ist das "Home Location Register" ( HLR), das an einer entsprechend zentralen Stelle im Netz des Providers angesiedelt ist. Im HLR wird immer die aktuelle Position (also die momentane Zelle) des Mobiltelefons gespeichert – zusammen mit einigen wichtigen Kundendaten.

Woher kennt das HLR immer die aktuelle Position eines Handys? Es bekommt diese Information vom Computer der Index-SchlagwortBasisstation, in deren Sende- und Empfangsbereich sich das Handy befindet. Dazu muss das Mobiltelefon eingeschaltet sein. Dann meldet es sich automatisch bei der Basisstation. Die speichert die Meldung im sogenannten "Visitor Location Register" ( VLR). Das ist gewissermaßen die örtliche Meldestelle, bei der die Informationen zu den Mobiltelefonen/Mobilfunkteilnehmern gespeichert sind, die sich gerade im Bereiche der Zelle(n) aufhalten.

Als Identifikatoren werden verwendet:
  • Die Rufnummer, das heißt: die Telefonnummer, die man anruft, wenn man das Mobiltelefon erreichen will. Sie wird im Wesentlichen für die Verwaltung genutzt.
  • Der Teilnehmeridentifikator auf der persönlichen Index-SchlagwortSIM-Karte, zu der nur der Vertragsinhaber den PIN-Code kennt. Die Rufnummer ist immer einer solchen SIM-Karte bzw. dem darauf gespeicherten Teilnehmeridentifikator zugeordnet.
  • Der Geräteidentifikator ( IMEI-Nummer), der jedes Mobilfunkgerät (Handy) eindeutig ausweist. Diese Identifikation ist unabhängig von der der SIM-Karte. Wird sie ausgetauscht, ändert sich der Geräteidentifikator nicht. Er kann also beispielsweise genutzt werden um über schwarze Listen gestohlene Handys zu erkennen und den Zugang für sie zu sperren.
Mit der Tastenkombination *#06# kann der Benutzer die sog. IMEI-Nummer aufrufen. Diese sollte man sich auf alle Fälle notieren!

Temporäre Identifikatoren werden verwendet, um bestimmte Mobiltelefone im Bereich einer Zelle zu rufen bzw. zu identifizieren. Der temporäre Identifikator dient dabei zur Verschleierung der wahren Identität. Man verwendet ihn also statt eines Teilnehmeridentifikators. Die temporäre Identität wird nur im Visitor Location Register eingetragen. Die Basisstation weiss allerdings welches Gerät und welcher Teilnehmer zu dieser temporären Identität gehört. Möglich wird dies durch die Informationen die im Home Location Register gespeichert sind und durch die Daten die auf der SIM-Karte gespeichert sind. Dadurch kennen beide Seiten ein entsprechendes "Geheimnis" über das verschlüsselte Informationen ausgetauscht werden können.