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Online-Lexikon Ausländer - Fremdenfeindlichkeit - Extremismus



Burka

Die Burka ist ein vor allem in Afghanistan und Teilen Pakistans verbreiterer bodenlanger Ganzkörperschleier, der das Gesicht völlig verhüllt und nur durch ein Stoffgitter das Sehen ermöglicht. Sie wurde in konservativen Familien getragen. Aber erst die frühere Taliban-Regierung hatte die Burka zur Pflicht für alle Frauen gemacht. Die Ganzkörperverschleierung gibt es auch in anderen islamischen Ländern: "Niqab" heißt der Kopfschleier im Nahen Osten, der nur einen Schlitz für die Augen frei lässt und meist zusammen mit einem Tschador, einem langen dunklen Gewand, getragen wird.

Zwei muslimische Mädchen hatten sich im April 2006 nicht davon abbringen lassen, in einer Burka zum Unterricht in die Bonner Berthold-Brecht-Gesamtschule zu kommen. Der Schulleiter suspendierte die 18-jährigen Mädchen für zunächst 14 Tage, weil sie den Schulfrieden gefährdeten. Die zuständige Kölner Bezirksregierung hat der Maßnahme der Schulleitung zugestimmt. Die 18-jährigen Schülerinnen könnten jederzeit zum Unterricht erschienen, falls sie auf das umstrittene Kleidungsstück verzichteten. Der Konflikt wurde Anfang Mai dadurch gelöst, dass eine Schülerin auf das Tragen der Burka verzichtete, die andere sich vom Schulbesuch abmeldete.

An Frankreichs Schulen sind Burkas seit zwei Jahren verboten, in der belgischen Stadt Antwerpen droht Trägerinnen der Burka eine Anzeige wegen des Vermummungsverbots.