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Online-Lexikon Ausländer - Fremdenfeindlichkeit - Extremismus



Antisemitismus

Wörtlich bedeutet A. "Feindschaft gegen die Semiten" - praktisch richtet sich der Hass aber ausschließlich gegen die Juden. Der Begriff „Antisemitismus“ entstand im 19. Jahrhundert. Er bezeichnet den Hass einzelner Menschen oder ganzer Völker gegen die Juden. Den gibt es, seit die Juden außerhalb Palästinas in der Diaspora leben. Nach Aufständen der Juden im Jahr 70 n.Chr. gegen die römische Besatzungsmacht wurde Jerusalem erobert und zerstört. Die Bevölkerung der Stadt und des Landes wurde umgebracht oder vertrieben, der jüdische Staat hörte auf zu existieren. In den folgenden Jahrhunderten assimilierten sich viele Juden in ihren "Gastländern". Doch die meisten hielten an ihrer Religion und ihren Traditionen fest und bilden so in vielen Staaten der Welt eine religiöse und ethnische Minderheit.

Antisemitismus im Mittelalter

Judenverfolgungen im großen Stil gab es schon im Mittelalter, z.B. 1096, als in ganz Europa Tausende von Juden den Tod fanden und in deutschen und französischen Städten ganze jüdische Gemeinden ausgerottet wurden. Diese Pogrome hatten eine Wurzel in der religiösen Überzeugung, die Juden seien Feinde der Christen; auf ihnen liege ein Fluch, weil sie Jesus getötet hätten. Juden wurden zu Sündenböcken für Naturkatastrophen, Hungersnöte und Seuchen. Angeblich ermoderten sie kleine Kinder, weil sie ihr Blut für religiöse Zeremonien benötigten, schändeten Hostien und vergifteten Brunnen.

Die Pest des Jahres 1348 wurde s als Strafe Gottes dafür dargestellt, dass die Christen die Juden immer noch nicht aus ihrer Mitte entfernt hätten. Seither mussten Juden in gesonderten Stadtteilen, den Ghettos, leben und sich durch besondere Kleidung als Juden ausweisen.

Zum Hass trugen oft auch wirtschaftliche Gründe bei. Den Juden waren die meisten Berufe verboten. Aus der Landwirtschaft wurden sie verdrängt, und ein Handwerk konnten sie nicht ausüben, weil sie als Nichtchristen kein Mitglied einer Zunft werden durften. So blieb ihnen nur das Geldgeschäft und der Kleinhandel. Man beschuldigte die Juden, sich auf Kosten der Nichtjuden zu bereichern. Da Christen im Mittelalter aus religiösen Gründen keine Zinsen nehmen durften, blieben die Geldgeschäfte oft den Juden vorbehalten. Viele Christen waren daher bei Juden verschuldet.

Die Reformation begegnete den Juden zunächst mit Toleranz. Auch Martin Luther äußerte sich positiv und lernte die hebräischen Sprache. Er hoffte, die Juden für den christlichen Glauben gewinnen zu können, hatte aber damit keinen Erfolg. So erschienen ihm die Juden später als ein Volk, das willentlich Gottes Liebe verschmäht. Wenige Jahre vor seinem Tod, verfasste Luther eine Schrift mit dem Titel "Von den Juden und ihren Lügen". Darin forderte er, die Synagogen abzubrennen, die Wohnungen der Juden zu zerstören, den Rabbinern das Lehren zu verbieten und den Juden das Leben schwer zu machen. Protestantische Judenfeinde konnten sich also auf Luther berufen.

Die Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert brachte eine Zeit der Toleranz gegenüber den Juden. Auf allen gesellschaftlichen Gebieten errangen sie eine gewisse Gleichberechtigung. Viele Juden liesen sich taufen und assimilierten sich.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich jedoch vor allem in Deutschland eine neue Welle der Judenfeindschaft. Sie war weniger religiös als vielmehr nationalistisch-rassistisch geprägt. Juden wurden nun als "national unzuverlässig", als "heimatlose Gesellen", als "völkisch minderwertig" bezeichnet. Man forderte die "Reinigung" des deutschen Volkes von allem Jüdischen. In einer Nation dürfe nur eine Seele sein. Auch die Kirchen waren nicht frei von dieser Judenfeindschaft. Es wurde behauptet, Juden seien im Gegensatz zu den wahren Deutschen ohne jegliche tiefere Religiosität und liefen nur den "Götzen des Goldes" nach. Auf diesem nationalistisch geprägten Antisemitismus konnten die Nazis später aufbauen, als sie die Vernichtung der Juden planten und durchführten.

Antisemitismus im Dritten Reich

1933-1945 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten erreichten die Judenverfolgungen in Deutschland einen noch nicht da gewesenen Höhepunkt. Hitler und die NSDAP praktizierten einen rassistischen Antisemitismus. Die Weltgeschichte sei angeblich von dem Kampf zwischen der "hochwertigen" Rasse, den Ariern, und der "minderwertigen" Rasse, den Juden, bestimmt. Durch Vermischung mit den Juden würde die germanische Rasse verdorben und auf lange Sicht zum Untergang verurteilt. "Die Juden sind unser Unglück", lautete eine von den Nazis verbreitete Parole.

Ziel der nationalsozialistischen Politik war es deshalb, die "Reinheit des deutschen Blutes" zu bewahren, bzw. wiederherzustellen. In der deutschen Bevölkerung, in der viele antisemitisch und nationalistisch dachten und fühlten, fanden die Nazis damit breite Zustimmung. Die Feindschaft gegen das Judentum gehörte von Anfang an zum Parteiprogramm der Nationalsozialisten. Nach der Machtergreifung im Jahre 1933 leiteten die Nazis sofort antijüdische Maßnahmen ein, die ständig verschärft und ausgeweitet wurden:

1933: Boykott jüdischer Geschäfte durch die SA, Aktionen gegen jüdische Rechtsanwälte und Ärzte sowie gegen den Besuch von Schulen und Universitäten durch Juden. Jüdische Beamte wurden aus den Ämtern entfernt, Künstler und Schriftsteller und Schriftleiter bei den Zeitungen erhielten praktisch Berufsverbot.

1935: Die "Nürnberger Gesetze" und das "Gesetz zum Schutze deutschen Blutes und der deutschen Ehre" bestimmten:
§1: Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind verboten. Trotzdem geschlossene Ehen sind nichtig, auch wenn sie zur Umgehung dieses Gesetzes im Ausland geschlossen sind.
§2: Außerehelicher Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen und artverwandten Blutes ist verboten.
§3: Juden dürfen weibliche Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes in ihrem Haushalt nicht beschäftigen.

1937: Die jüdischen Besitzer von Unternehmen und Geschäften werden gezwungen, ihren Besitz meist weit unter Wert an Deutsche zu verkaufen. Viele deutsche Geschäftsleute bereichern sich an jüdischem Eigentum ("Arisierung" der Wirtschaft).

1938: Einweisung aller vorbestraften Juden in Konzentrationslager. Alle jüdischen Ärzte verlieren ihre Approbation und dürfen nur noch als "Krankenbehandler" für Juden arbeiten. Juden müssen ihrem offiziellen Namen die Vornamen "Israel" oder Sara" hinzufügen.

"Reichskristallnacht" am 9./10. 11. 1938: Mindestens 91 Juden werden getötet, Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser werden zerstört, Vüber 26000 männliche Juden werden verhaftet in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen gebracht. Juden dürfen keine Kinos, Theater und Konzerte mehr besuchen.

1939: Hitler kündigt vor dem Reichstag im Falle eines Krieges die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa an. Mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. 9. beginnen die Judenverfolgungen und -vernichtungen in allen von deutschen Truppen eroberten Gebieten: in Polen, Rumänien, in Estland, Lettland und Litauen und in der Sowjetunion.

1941: Juden über sechs Jahren ist es verboten, sich in der Öffentlichkeit ohne den gelben Judenstern zu zeigen. Ihren Wohnbezirk dürfen sie ohne Genehmigung der Polizei nicht verlassen.

1942: Juden dürfen öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr benutzen. Weitere Einschränkungen im Laufe des Krieges: es war Juden verboten, Fernsprecher zu benutzen, Zeitungen zu beziehen, sich auf Bahnhöfen und in Gaststätten aufzuhalten. Radios, andere elektrische und optische Geräte mussten abgeliefert werden. Juden erhielten keine Fleischkarten, keine Kleiderkarten, keine Milchkarten, keine Raucherkarten, kein Weißbrot, kein Obst, keine Obstkonserven, keine Süßwaren.

Antisemitismus und Holocaust

Auf der sogen. "Wannseekonferenz" am 20. 1.1942 beschlossen die Nazis die Deportation und Ausrottung des gesamten europäischen Judentums. Adolf Eichmann wurde mit der Organisation der "Endlösung" beauftragt.

6.1942-45: Beginn der Massenvernichtungen in Auschwitz und anderen großen Vernichtungslagern wie Maidanek, Sobibor, Treblinka. In diese (von den Konzentrationslagern zu unterscheidenden) Lager wurden die Menschen jüdischer Herkunft aus dem ganzen Machtbereich des "Dritten Reiches" nach und nach deportiert, sofern sie nicht schon den Erschießungskommandos der SS-Einsatzgruppen in den eroberten russischen Gebieten zum Opfer gefallen waren. Die absolut genaue Zahl der Opfer lässt sich nicht mehr feststellen. Doch wurden insgesamt wohl in den Jahren 1942 bis 1945 ca. sechs Millionen Juden aus ganz Europa getötet, wie in den NS-Prozessen der Nachkriegszeit festgestellt wurde.

Dazu die Aussage des KZ-Kommandanten Rudolf Höß: "... Ich befehligte Auschwitz bis zum 1. 12.1943 und schätze, dass mindestens 2.500000 Opfer durch Vergasung und Verbrennen hingerichtet und ausgerottet wurden; mindestens eine weitere halbe Million starben durch Hunger und Krankheit, was eine Gesamtzahl von ungefähr 3.000000 Toten ausmacht. Unter den hingerichteten und verbrannten Personen befanden sich ungefähr 20.000 russische Kriegsgefangene. ... Der Rest umfasste ungefähr 100.000 deutsche Juden und eine große Anzahl von Einwohnern aus Holland, Frankreich, Belgien, Ungarn, Griechenland und anderen Ländern."

Zwei Drittel der europäischen Juden fielen dem Holocaust zum Opfer. An den Folgen der Vernichtungsaktion leiden nicht nur die Überlebenden der Vernichtungslager, die die eintätowierte Lager-Nummer zeitlebens mit sich herumtragen. Viele der heute lebenden Juden, deren Familien aus Europa stammen, haben nahe Angehörige verloren.

Der Holocaust war nur möglich, weil die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung Hitlers "strenges Vorgehen" gegen die Juden billigte. Die Kirchen blieben stumm oder übernahmen sogar die Nazi-Rassegesetze und belegten Pfarrer jüdischer Herkunft mit Berufsverbot. Bei aller Sympathie gegenüber dem Judenhass der Nazis hat wohl nicht die Mehrheit der Deutschen die Vernichtungsaktion gebilligt. Doch als das Ausmaß des Holocaust deutlich wurde, war es für Protest zu spät. Sich für das Schicksal der Juden zu interessieren oder ihnen zu helfen, war lebensgefährlich. Viele Einzelne fanden allerdings dazu den Mut und retteten unter Einsatz ihres Lebens flüchtenden Juden das Leben.

Als nach Kriegsende die Wahrheit über den Holocaust an Licht kam, wollte niemand etwas gewusst haben. Bis heute glauben manche Deutschen, es sei eine Lüge, dass 6 Millionen Juden umgekommen seien (sog. Auschwitz-Lüge).

Die Evangelische Kirche hat am 30.10.1945 in der "Stuttgarter Schulderklärung" ihre Mitverantwortung an den Vorgängen im "Dritten Reich" zugestanden. Darin heißt es: "... Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. ... Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben."

Antisemitismus nach dem 2. Weltkrieg

In den westlichen Demokratien hat das abschreckende Beispiel der nationalsozialistischen Politik der Judenvernichtung dazu geführt, dass der Antisemitismus in der Nachkriegszeit tabuisiert war - ausgerottet war er nicht. Denn Umfragen in den achtziger und neunziger Jahren in Deutschland und Österreich zeigten, dass 10 bis 15 Prozent der jeweiligen Bevölkerung als überzeugte Antisemiten einzustufen sind, ein weiteres Drittel antijüdischen Ressentiments anhängt. Nach dem Fall der Mauer nahm die Zahl antisemitischer Übergriffe in Deutschland erneut zu.

Der Antisemitismus äußert sich meist in aggressiver verbaler Form, durch Schändungen jüdischer Grabstätten, aber auch durch Brandanschläge (z.B. der zweimalige Anschlag auf die Synagoge in Lübeck) und Gewalt gegen Personen. Bei Friedhofsschändungen steht die Bundesrepublik im europäischen Vergleich weit vorne. Die Aufklärungsquote ist bei diesem Delikt gering.

In den neunziger Jahren sind in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern und den USA erneut reaktionäre und rassistische Parteien und Gruppen entstanden, die antisemitische Ideologien vertreten und häufig in enger Verbindung zu neofaschistischen Gruppierungen stehen. Auch in der Sowjetunion überlebte das antisemitische Erbe der Zarenzeit. Da das Judentum als Religion angesehen wurde, war es für die sowjetische Politik nicht akzeptabel. Die jüdische Presse wurde unterdrückt, führende jüdische Schriftsteller wurden zum Schweigen gebracht, die Bildungsmöglichkeiten für Juden beschnitten. Emigration war fast unmöglich. Erst nach dem Ende der Sowjetunion wurde den Juden die Emigration erleichtert. Das Erstarken des Nationalismus, das den Untergang der UdSSR und den Niedergang des Kommunismus begleitete, führte zu Beginn der neunziger Jahre zu neuen antisemitischen Feindseligkeiten.

Die Kirchen haben sich bemüht, die religiösen Begründungen der Vorurteile zu beseitigen. Die christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde ausgeweitet. Auf dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) sprach die römisch-katholische Kirche die Juden in aller Form von der Anklage frei, für den Tod Jesu Christi Verantwortung zu tragen, und verurteilte Völkermord und Rassismus als unchristlich.

Antisemitische Straftaten
Während dem religiös motivierten Antisemitismus im rechtsextremistischen Diskurs kaum Bedeutung zukommt, spielt die Judenfeindschaft aus rassistischen, sozialen oder politischen Gründen eine größere Rolle. So nutzen Rechtsextremisten verstärkt die im politischen und gesellschaftlichen Alltag geäußerte Kritik an einzelnen politischen Entscheidungen des Staates Israel, um mit einer pauschalen Diffamierung die Existenzberechtigung Israels in Frage zu stellen. Die grundsätzliche Ablehnung Israels ist indes nicht das Resultat politischer Überlegungen zum Nahost-Konflikt, sondern basiert auf der Ablehnung des Judentums.

Neben dieser „antizionistischen“ Variante findet auch der so genannte „sekundäre Antisemitismus“ Anhänger unter Rechtsextremisten. Hierbei wird den Juden vorgeworfen, sie benutzten die Verantwortung Deutschlands für den Holocaust als Mittel der Erpressung, um finanzielle und politische Forderungen durchsetzen zu können. Letztlich unterstellen alle Formen antisemitischer Agitation den Juden pauschal negative Eigenschaften, womit ihre Ausgrenzung, Benachteiligung, Verfolgung oder sogar Ermordung als „gerechtfertigt“ erscheinen soll.

Die Agitation mit antisemitischen Themen ist 2004 in allen Bereichen des Rechtsextremismus virulent geblieben. Allerdings besteht die Tendenz fort, offene Äußerungen zugunsten von Andeutungen zurückzustellen. Offenbar bedingt durch die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden und den gesellschaftlichen Grundkonsens gegen Antisemitismus bekennen sich Rechtsextremisten normalerweise nur in außerhalb Deutschlands produzierten Medien offen zu ihrer Feindschaft gegenüber Juden.

Die Zahl der registrierten Schändungen jüdischer Friedhöfe, Synagogen und Gedenkstätten sank 2004 im Vergleich zum Vorjahr von 113 auf 101 Fälle. Mit 37 Delikten (2003: 35) stieg die Anzahl antisemitisch motivierter Gewalttaten ebenso wie die Gesamtzahl der antisemitisch motivierten Straftaten wieder an (2004: 1.316, 2003: 1.199).



Recherchehinweise zum Thema:
Informationsdienst gegen Rechtsextremismus: http://www.idgr.de/lexikon/stich/a/antisemitismus/antisemitismus.html

Literaturhinweise zum Thema:
Wolfgang Benz (Hg.): Antisemitismus in Deutschland. Zur Aktualität eines Vorurteils. Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 1995
Wolfgang Benz, Werner Bergmann: Vorurteil und Völkermord. Entwicklungslinien des Antisemitismus. Herder. Freiburg, Basel, Wien. 1997
Horst Dichanz/Nadine Hauer/Peter Hölzle/Imme Horn (Hrsg.): Antisemitismus in Medien. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1997
Stefan Rohrbacher, Michael Schmidt: Judenbilder. Kulturgeschichte antijüdischer Mythen und antisemitischer Vorurteile. Rowohlts Enzyklopädie. Reinbek. 1991
Henryk M. Broder: Der ewige Antisemit. Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls. Fischer Taschenbuch, Frankfurt, 1986.
Hermann Graml, Angelika Königseder, Juliane Wetzel (Hgg.): Vorurteil und Rassenhass. Antisemitismus in den faschistischen Bewegungen Europas. Metropol Verlag, Berlin 2001